Richtig heizen und lüften vermeidet Schimmelbildung

 

Trockene Wände sind Voraussetzung für ein gesundes und behagliches Wohnen. Feuchte Wände gefährden die Gesundheit der Bewohner und schädigen die Bausubstanz.

 Heutzutage wohnen wir in Häusern mit dichten, isolierverglasten Fenstern. Die Fußböden bestehen zum größtem Teil aus Kunststoff und die Wände und Decken sind waschfest gestrichen oder mit dauerhaft beschichteten Tapeten versehen, die kaum Feuchtigkeit aufnehmen. Die Schränke sind mit kratzfesten und wasserabweisenden Beschichtungen überzogen. Polstermöbel, Gardinen und Teppiche werden oft ganz oder teilweise aus Kustfasern hergestellt. Somit ist es von der Einrichtung her kaum möglich, die Innenfeuchtigkeit der Wohnung aufzunehmen  und wieder abzugeben. In einem 4 Personen – Haushalt können täglich bis zu 13 Liter Wasser in Form von Wasserdampf anfallen:

  • durch die Atemluft der Personen entstehen bis zu 8 Liter
  • durch Kochen bis zu 2 Liter
  • durch Baden, Wäschewaschen usw. bis zu 3 Liter.

 Nasse Handtücher im Bad geben ihre Feuchtigkeit durch Verdunstung an die Raumluft ab. Ebenso verdunstet das Gießwasser der Blumen und Pflanzen oder das Wasser aus dem Aquarium. Die Luft kann nur einen Bruchteil der entstandenen Wassermenge aufnehmen. Unregelmäßiges Heizen und zu geringes oder falsches Lüften führen dann zwangsläufig zu Feuchtigkeitschäden und Schimmelbildung.

Zum Abführen der Feuchtigkeit muß der Raum zunächst beheizt werden. Die Feuchtigkeitsaufnahme der Luft steigt bei höherer Raumtemperatur. Es ist erwiesen, dass Mieter / Eigentümer, die den ganzen Tag über ihre Wohnung gleichmäßig beheizen, weniger Heizkosten entstehen als Mieter, die ständig die Heizkörper bei Abwesenheit zudrehen und dann bei Anwesenheit umso mehr wieder öffnen!

Zum richtigen Heizen gehört auch das richtige Lüften!

Die Lüftung soll einen Austausch der feuchtigkeitsbeladenen Luftmenge bewirken. Deshalb muss die Lüftung besonders wirkungsvoll sein! Das Rezept ist einfach : Stoßlüftung ! Ein kurzer Duchzug bei weit geöffneten Fenstern. Dabei kühlen die Wände und die  Möbel kaum ab, sodass der Raum anschließend wieder schnell erwärmt wird.

 Kurzfassung unserer Ratschläge

  1. Gleichmäßiges Beheizen aller Räume. Das ist wirtschaftlicher und und zweckmäßiger.
  2. Raumaußenecken dürfen möglichst nicht mit Möbeln zugestellt werden. Die Raumluftwärme wird von der Wand abgehalten, es fehlt die Luftzirkulation. Die Wand kühlt aus und die Feuchtigkeit schlägt sich darauf nieder.
  3. Das Lüften mit gekippten Fenster ( Dauerlüftung ) bringt nicht den gewüschten Erfolg. Ein mehrfacher kurzer Durchzug bei voll geöffnetem Fenster ist besser.

Die Ursache solcher Schäden ist eine zu hohe Luftfeuchtigkeit bei  zu niedrigen Oberflächentemperaturen.

Quellen: – Fakolith; Depron

Kältebrücke an der Hauseingangstür                                                       

Keine Dämmung an der Dachluke